Kammerkonzert "Mythen & Märchen"

Ein inszeniertes Konzert des neuen Kammerensembles Gießen

10.05.2019 - 19:30 Uhr - Konzertsaal im Rathaus Gießen - Eintritt frei

Im Zentrum dieser Matinee steht die Musik über Zauberwelten, Prinzen, Liebe, Ewigkeit und Wasserwesen. Teils kontrastierende Perspektiven zu diesen Aspekten werden von einer Sprecherin und einem Sprecher in und um die Musik dargestellt.

Die Sonate UNDINE, komponiert für Flöte und Klavier von Carl Reinecke, erzählt die unglückliche Liebe zwischen dem Wassergeist Undine und dem Menschen Huldbrand. Liebe, Sehnsucht, Existenzangst und Abhängigkeit sind hier zentrale Aspekte von Musik und Inszenierung.

In RETURN TO AVALON (Rückkehr nach Avalon) von David Heath sind die Gesänge zweier Katharer, die als Wiederauferstandene von ewigen Wahrheiten und der Schönheit des Jenseits singen, vertont.

Claude Debussys berühmtes Stück für Soloflöte, SYRINX, hier von Francis Narboni für drei Flöten bearbeitet, greift die Geschichte der Nymphe Syrinx auf. Um sich der Liebe Pans zu entziehen, lässt sich Syrinx in Schilfgras verwandeln. Pan baut aus diesem Schilfgras eine Flöte und spielt in der Trauer um Syrinx ein Klagelied.

Auch bei Albert Roussels JOUERS DE FLÛTE (Flötenspieler) ist Pan an der Seite des scherzhaften Hirten Tityre aus antiker Dichtung und dem hinduistischen Gott Krishna vertreten. Diese Stücke zeigen die Charaktere ihrer Namensgeber.

MALAGIGI THE SORCERER (Malagigi der Zauberer) von Efrain Amaya erzählt lautmalerisch die Geschichte von Rinaldo, der es sich zur Aufgabe macht, das unzähmbare und durch einen Zauber in einen Wald verbannte Pferd Bayard zu befreien.

PAVANE DE LA BELLE AU BOIS DORMANT (Dornröschens Pavane) thematisiert in impressionistischen Klängen Dornröschen aus dem Märchen der Gebrüder Grimm und ist das erste von fünf Stücken für Kinder, aus dem Zyklus Ma Mère l’Oye (Meine Mutter, die Gans) für Klavier zu vier Händen von Maurice Ravel.

Die Klänge des letzten Stückes, LE JARDIN FEERIQUE (Der Zaubergarten), entführen in eine kindliche-fantastische Zauberwelt, die zugleich wehmütig als auch prachtvoll ist.

Musikalische Leitung: Michel Weiss
Regie: Jana Ibold
Dramaturgie: Esther Beisecker

Flöte: Miriam Gagelmann, Michel Weiss, Regina Wendt
Klavier: Tom Feldrappe, Satchin Kanse
Cello: Stefan Altmann
Sprecherin: Lea Flach
Sprecher: Tom Freischläger